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Ratgeber

Was darf in den Sperrmüll? Regeln im Landkreis Esslingen und in Stuttgart

Zweimal im Jahr kostenlos, aber mit Grenzen: Was der Abfallwirtschaftsbetrieb Esslingen und die AWS Stuttgart mitnehmen, was nicht, wohin Elektrogeräte gehören und ab wann sich eine Entrümpelungsfirma lohnt.

Aktualisiert am

Für ein altes Sofa reicht die Sperrmüllabfuhr. Für eine ganze Wohnung meist nicht. Dieser Ratgeber fasst die Regeln des Abfallwirtschaftsbetriebs Landkreis Esslingen (AWB) und der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) zusammen. Filderstadt gehört zum Landkreis Esslingen.

Was zählt als Sperrmüll?

Sperrmüll sind Abfälle aus dem Haushalt, die auch zerkleinert nicht in die Restmülltonne passen. Der AWB nennt als Faustformel: alles, was bei einem Umzug mitgenommen würde. Typisch sind Tische, Stühle, Schränke, Bettgestelle, Matratzen und lose Teppiche.

Was darf nicht in den Sperrmüll?

Nicht in den Sperrmüll gehören im Landkreis Esslingen Bau- und Renovierungsabfälle, Schadstoffe und Elektrogeräte.

  • Zimmertüren, Wohnungstüren und Fenster
  • Bauschutt, Bauholz, Fliesen und Tapeten
  • Schadstoffe wie Farben oder Chemikalien
  • Autoteile und Altreifen
  • Elektrogeräte, sie werden getrennt abgeholt oder abgegeben
  • Auf den Raum zugeschnittene Teppichböden

In Stuttgart nimmt die AWS brennbare Gegenstände, Metallteile und sperrige Elektrogeräte mit. Renovierungsabfälle und Bauschutt sind auch dort ausgeschlossen. Was liegen bleibt, muss selbst entsorgt werden.

Wie wird Sperrmüll im Landkreis Esslingen angemeldet?

Online über die Sperrmüllanmeldung des AWB, mit den Vertragsdaten aus dem Gebührenbescheid oder über einen Gastzugang. Die Entsorgung ist zweimal im Jahr kostenfrei.

  • Standardabfuhr: kostenlos, Abholung innerhalb von zwei Wochen
  • Expressabfuhr: innerhalb von drei Werktagen, 30 Euro pro Abfuhr
  • Pro Teil höchstens 60 Kilogramm und 2,20 × 1,50 × 0,80 Meter
  • Bereitstellung am Abholtag bis 7 Uhr am Gehweg oder Straßenrand
  • Keine Abholung von Privatgrundstücken

Wer selbst anliefert, braucht einen QR-Code und darf höchstens 5 Kubikmeter Sperrmüll mitbringen. Hält sich jemand nicht an die Regeln, darf das Abfuhrunternehmen den Sperrmüll stehen lassen.

Wie funktioniert die Sperrabfall-Abholung in Stuttgart?

Stuttgarter Haushalte melden Sperrabfall online oder telefonisch bei der AWS an, zweimal pro Kalenderjahr kostenfrei bis jeweils 3 Kubikmeter. Die Abholung erfolgt innerhalb von etwa drei bis sechs Wochen.

  • Bereitstellung bis 6:45 Uhr, in Hitzeperioden bis 5:45 Uhr
  • Frühestens am Vortag an die Straße stellen, nicht auf Privatgelände oder Grünflächen
  • Elektro-Altgeräte getrennt bereitstellen
  • Gegen Gebühr Expressabholung innerhalb von zwei Arbeitstagen

Alternativ nehmen die fünf Wertstoffhöfe in Hedelfingen, Münster, Plieningen, Weilimdorf und Vaihingen zweimal im Jahr bis zu 3 Kubikmeter kostenfrei an. Dafür ist ein Anlieferschein nötig. Größere Mengen kosten Gebühren.

Wohin mit Elektrogeräten und Elektroschrott?

Elektrogeräte gehören nach § 10 ElektroG nicht in den Restmüll, sondern in eine getrennte Sammlung. Lose Batterien und herausnehmbare Lampen werden vorher entnommen.

  • Landkreis Esslingen: kostenlose Abgabe an sieben Anlagen des AWB, darunter der Recyclinghof Bonlanden-Eichholz in Filderstadt
  • Landkreis Esslingen: Abholung von Waschmaschine, Herd oder Kühlschrank auf Anmeldung, Standard 25 Euro pro Gerät
  • Stuttgart: Abgabe ohne Batterien kostenfrei am Wertstoffhof, sperrige Geräte auch mit dem Sperrabfall

Auch der Handel nimmt zurück (§ 17 ElektroG). Geschäfte mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte müssen beim Kauf eines neuen Geräts ein gleichartiges Altgerät kostenlos annehmen. Kleingeräte bis 25 Zentimeter nehmen sie auch ohne Kauf zurück, höchstens drei pro Geräteart. Für Lebensmittelmärkte, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten, gilt das ab 800 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche. Für das Löschen persönlicher Daten auf Handy oder Laptop ist jeder selbst verantwortlich. Darüber müssen die Entsorger nach § 18 ElektroG informieren.

Wohin mit Farben, Lacken und Chemikalien?

Zur mobilen Schadstoffsammlung. Im Landkreis Esslingen ist die Abgabe zweimal im Jahr in haushaltsüblichen Mengen möglich. In Stuttgart sammelt das Schadstoffmobil nach Fahrplan, Farben und Lacke höchstens fünf Gebinde pro Haushalt. Säcke und Tüten mit Schadstoffen nimmt es aus Sicherheitsgründen nicht an.

Wann lohnt sich eine Entrümpelungsfirma statt Sperrmüll?

Sobald mehr anfällt als zwei kostenlose Termine im Jahr abdecken, die Zeit knapp ist oder der Zugang schwierig ist. Bei einer vollen Wohnung kommen schnell mehr als 3 oder 5 Kubikmeter zusammen. Dazu kommen Tragen, Sortieren, Fahrten und getrennte Wege für Elektrogeräte und Schadstoffe.

Eine Firma räumt, trennt und entsorgt fachgerecht aus einer Hand. Bei einer Entrümpelung durch Rümpelpeter gilt ein Festpreis nach kostenloser Besichtigung, ohne Nachforderung, die besenreine Übergabe ist inklusive. Verwertbares wird angerechnet. Für einzelne Räume gibt es die Leistung Keller, Dachboden und Garage. Die Richtpreise stehen in der Preisliste, was eine Firma mitnimmt, erklärt der Ratgeber Was nehmen Entrümpler mit?.

Häufige Fragen

Zweimal im Jahr. Die Standardabholung erfolgt innerhalb von zwei Wochen, eine Expressabfuhr kostet 30 Euro.

Zweimal pro Kalenderjahr kostenfrei bis jeweils 3 Kubikmeter. Die Abholung dauert etwa drei bis sechs Wochen.

Im Landkreis Esslingen nicht, sie werden getrennt abgeholt oder an Recyclinghöfen kostenlos abgegeben. In Stuttgart werden sperrige Geräte mit dem Sperrabfall abgeholt, aber getrennt bereitgestellt.

Ja, ab 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte (§ 17 ElektroG). Kleingeräte bis 25 Zentimeter auch ohne Neukauf, höchstens drei pro Geräteart.

Nein. Türen, Fenster und Bauabfälle zählen im Landkreis Esslingen nicht zum Sperrmüll, Renovierungsabfälle nimmt auch die AWS Stuttgart nicht mit.

Gebühren und Regeln legen AWB und AWS fest und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der Entsorger. Stand der Angaben: Oktober 2026.

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